Marktreporting KW 33

Sehr geehrte Anlegerinnen, sehr geehrte Anleger,

am Freitag, den 15. August trafen sich Trump und Putin in Alaska. Ein symbolträchtiger Ort für dieses Treffen, da es einst russisches Territiorum war und erst durch den Verkauf Russlands an die USA im Jahre 1867 in die Hände der vereingten Staaten fiel.

Was ist nun von diesem Treffen zu halten und welche Ergebnisse sind darauf enstanden? Kurzum: Der mit Spannung erwartete Gipfel hat weltweit für Aufsehen gesorgt – und für Verunsicherung. Trotz der historischen Kulisse und der diplomatischen Inszenierung blieben konkrete Ergebnisse aus. Besonders für die Ukraine und Europa war der Tag ein bitterer.

Drei Stunden Gespräch, zwölf Minuten Pressekonferenz

Das Treffen dauerte knapp drei Stunden, doch die anschließende Pressekonferenz war auffallend kurz: Nur zwölf Minuten standen Trump und Putin gemeinsam vor der Presse. Beide Seiten bezeichneten die Gespräche als „konstruktiv“ und „produktiv“, doch inhaltlich blieben sie vage. Weder zur Waffenruhe in der Ukraine noch zu territorialen Fragen wurden konkrete Vereinbarungen bekannt gegeben.

Trump sprach lediglich von „wenigen offenen Punkten“, ohne Details zu nennen. Putin wiederum erwähnte „Vereinbarungen“, die als Ausgangspunkt für eine Lösung dienen könnten – auch hier ohne nähere Erläuterung.

Obwohl Trump betonte, keine Entscheidungen ohne Einbezug der Ukraine treffen zu wollen, war Präsident Wolodymyr Selenskyj nicht eingeladen. Das sorgt für Kritik und Besorgnis: Beobachter befürchten, dass Trump Gebietsabtretungen an Russland akzeptieren könnte – ein Szenario, das Selenskyj und europäische Partner strikt ablehnen.

Der CDU-Außenpolitiker Norbert Röttgen kritisierte das Treffen scharf. Putin sei als „diplomatischer Gewinner“ hervorgegangen, da er internationale Legitimität erhalten habe, ohne Zugeständnisse machen zu müssen.

Die Reaktionen auf den Gipfel fielen unterschiedlich aus. Ungarns Premier Viktor Orbán lobte das Treffen als „Schritt zu mehr Sicherheit“. Ganz anders US-Demokrat Chuck Schumer: Er bezeichnete das Treffen als „Theater“ und warf Trump vor, Putin Legitimität verliehen zu haben – ohne jede Gegenleistung.

Trump kündigte ein mögliches zweites Treffen an, diesmal unter Einbeziehung Selenskyjs. Doch die zentralen Fragen bleiben offen: Wird es eine Waffenruhe geben? Welche Gebiete könnten Russland zugesprochen werden? Und welche Sicherheitsgarantien erhält die Ukraine?

Solange diese Fragen unbeantwortet bleiben, bleibt auch die geopolitische Lage angespannt – und die Hoffnung auf einen gerechten Frieden in weiter Ferne.

Wir wünschen einen schönen Sonntag!

Wochenüberblick
 

Montag3

Aserbaidschan / Armenien
Die Türkei und Russland begrüßen das von den USA vermittelte Friedensabkommen zwischen Aserbaidschan und Armenien. Der Iran hingegen kündigte Widerstand gegen die Vereinbarungen an. Die Regierung in Ankara äußerte die Hoffnung, ein Transitkorridor durch Armenien, der Aserbaidschan mit seiner Exklave Nachitschewan verbinden soll, werde bald eröffnet und einen wirtschaftlichen Aufschwung auslösen. Die Regierung in Moskau wandte ein, dauerhafte Lösungen sollten von den Ländern der Region mit Unterstützung von Nachbarn wie Russland, dem Iran und der Türkei entwickelt werden. Aserbaidschan und Armenien hatten am Freitag im Weißen Haus in Washington ein Friedensabkommen unterzeichnet. Russland stand in dem seit Jahrzehnten andauernden Konflikt zwischen beiden Kaukasus-Staaten auf Seiten Armeniens, die Türkei unterstützte Aserbaidschan.

China / Erzeugerpreise
Die Erzeugerpreise sind im Juli stärker gefallen als erwartet, während die Verbraucherpreise im Vergleich zum Vorjahresmonat stagnierten. Dies unterstreicht die Auswirkungen der schwachen Binnennachfrage und der anhaltenden Unsicherheit im Handel auf die Stimmung von Verbrauchern und Unternehmen. Die Preise ab Werk fallen seit mehr als zwei Jahren. Die am Samstag vom Nationalen Statistikbüro (NBS) veröffentlichten Daten deuten darauf hin, dass erste Bemühungen zur Bekämpfung des Preiswettbewerbs noch keine nennenswerten Ergebnisse erbracht haben. Der deflationäre Druck hat die chinesischen Behörden veranlasst, die Überkapazitäten in Schlüsselindustrien anzugehen.

China / Zölle
China will einem Medienbericht zufolge vor einem möglichen Gipfeltreffen seines Präsidenten Xi Jinping mit US-Präsident Donald Trump eine Lockerung der US-Exportkontrollen für wichtige KI-Chips als Teil eines Handelsabkommens durchsetzen. Die “Financial Times” berichtete unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen, Vertreter Chinas hätten Experten in Washington mitgeteilt, dass die Führung in Peking eine Lockerung der Ausfuhrbeschränkungen für HBM-Chips (High-Bandwidth Memory) wünsche.

Deutschland
Das Statistische Bundesamt legt Zahlen zu den Insolvenzen im Mai und einen Schnellindikator für den Juli vor. Berechnungen des IWH-Instituts aus Halle zufolge sind die Pleiten im vorigen Monat gestiegen. Auch für den Herbst erwarten die Forscher hohe Insolvenzzahlen, die sich jedoch vergleichsweise moderat auf den Arbeitsmarkt auswirken werden.

Nordkorea
Der Staat hat ein geplantes Großmanöver der USA und Südkoreas als “direkte militärische Provokation” scharf verurteilt und mit Gegenmaßnahmen gedroht. Das Militär habe den “absoluten Auftrag”, die nationale Sicherheit gegen die elftägigen Übungen zu verteidigen, zitierte die staatliche Nachrichtenagentur KCNA aus einem Statement des nordkoreanischen Verteidigungsministers No Kwang Chol.

Syrien / Kurden
Die syrische Regierung hat geplante Gespräche mit den kurdisch geführten Syrischen Demokratischen Kräften (SDF) in Paris abgesagt und stellt damit ein im März unterzeichnetes Integrationsabkommen infrage. Die Führung in Damaskus werde nicht an Verhandlungen mit einer Seite teilnehmen, die darauf abziele, “die Ära des früheren Regimes wiederzubeleben”, meldete die staatliche syrische Nachrichtenagentur Sana unter Berufung auf Regierungskreise. Die Regierung werfe der kurdisch geführten Organisation vor, “separatistische Persönlichkeiten zu beherbergen, die an feindseligen Handlungen beteiligt sind”. Sie mache die SDF für die Folgen verantwortlich, einschließlich der Wiedereinführung von Sanktionen und der “Herbeirufung ausländischer Interventionen”.

USA / Fed
US-Präsident Donald Trump
weitet einem Zeitungsbericht zufolge den Kandidatenkreis für die Nachfolge an der Spitze der US-Notenbank Fed aus. Demnach wurden der frühere Präsident der regionalen Notenbank von St. Louis, James Bullard, und der ehemalige Wirtschaftsberater Marc Sumerlin zur Liste der Anwärter hinzugefügt, berichtete das “Wall Street Journal” unter Berufung auf Regierungsvertreter. Zu den weiteren Kandidaten auf der rund zehn Personen umfassenden Liste zählten der Direktor des Nationalen Wirtschaftsrats, Kevin Hassett, Fed-Direktor Christopher Waller und der ehemalige Fed-Direktor Kevin Warsh.
Fed-Direktorin Michelle Bowman hat sich angesichts der jüngsten schwachen Arbeitsmarktdaten für drei Zinssenkungen in diesem Jahr ausgesprochen. Die Daten unterstrichen ihre Sorge über die Anfälligkeit des Arbeitsmarktes, sagte Bowman am Samstag laut Manuskript einer Rede vor der Kansas Bankers Association. Eine schrittweise Lockerung der Geldpolitik sei nun nötig, um eine größere Korrektur zu vermeiden, sollte sich der Arbeitsmarkt weiter verschlechtern. “Meine Zusammenfassung wirtschaftlicher Projektionen beinhaltet drei Zinssenkungen für dieses Jahr, was mit meiner Prognose seit vergangenem Dezember übereinstimmt, und die jüngsten Arbeitsmarktdaten bestärken meine Ansicht”, erklärte sie.

Google
Der Suchmaschinenkonzern will die chinesische KI-App Deepseek nicht aus dem App-Store in Deutschland entfernen. Die Berliner Datenschutzbeauftragte Meike Kamp hatte die App Ende Juni als “rechtswidrigen Inhalt” gemeldet und entsprechende Schritte gefordert. “Google hat uns informiert, dass sie zum jetzigen Zeitpunkt keine Maßnahmen ergreifen werden”, sagt eine Sprecherin der Datenschutzbeauftragten dem Fachdienst Tagesspiegel Background. “Derzeit prüfen wir die Antwort und unsere rechtlichen Möglichkeiten.” Apple habe bislang nicht inhaltlich geantwortet. Auch dort ist die App weiter verfügbar. 

Intel
Konzern-Chef Lip-Bu Tan wird einem Medienbericht zufolge nach der Rücktrittsforderung von US-Präsident Donald Trump im Weißen Haus erwartet. Der Besuch sei am Montag geplant, berichtete das “Wall Street Journal” am Sonntag unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Tan wolle Trump seinen persönlichen und beruflichen Hintergrund erläutern.

Nvidia
Die Chiphersteller und AMD führen einem Medienbericht zufolge künftig 15 Prozent ihrer Einnahmen aus Chipverkäufen in China an die US-Regierung ab. Dazu hätten sich die Unternehmen bereiterklärt, um Exportlizenzen für Halbleiter zu erhalten, berichtete die Zeitung “Financial Times” am Sonntag.

Paypal
Der japanische Technologiekonzern SoftBank bereitet Insidern zufolge einen Börsengang seiner Bezahl-App PayPay in den USA vor. Mit der Organisation seien die Investmentbanken Goldman Sachs, JPMorgan, Mizuho und Morgan Stanley beauftragt worden, sagten zwei mit der Angelegenheit vertraute Personen Reuters. Der Börsengang könnte mehr als zwei Milliarden Dollar einbringen.


Dienstag4

Australien
Der australische Ministerpräsident Anthony Albanese wirft Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu vor, die derzeitige humanitäre Lage im Gazastreifen zu leugnen. “Er hat mir gegenüber erneut bekräftigt, was er auch öffentlich gesagt hat, nämlich dass er die Folgen für unschuldige Menschen leugnet”, sagte Albanese in einem Interview mit dem staatlichen Fernsehsender ABC, in dem er von einem Telefongespräch mit Netanjahu berichtete. Albanese sagte, die Abneigung der Netanjahu-Regierung, auf ihre Verbündeten zu hören, habe zu Australiens Entscheidung beigetragen, einen palästinensischen Staat anzuerkennen.

Brasilien / China
Der brasilianische Präsident Luiz Inacio Lula da Silva hat nach Angaben seines Büros mit seinem chinesischen Amtskollegen Xi Jinping über bilaterale Geschäfte und die Rolle der BRICS-Staatengruppe gesprochen. “Beide waren sich einig über die Rolle der G20 und der BRICS bei der Verteidigung des Multilateralismus”, so das brasilianische Präsidialamt in einer Erklärung. Lula und Xi hätten ihre Bereitschaft betont, weiterhin neue Geschäftsmöglichkeiten zwischen den beiden Volkswirtschaften zu identifizieren, hieß es weiter. Die beiden Staatsmänner haben Lulas Büro zufolge am Montag (Ortszeit) eine Stunde lang am Telefon gesprochen. Lula hatte in der vergangenen Woche betont, mit den BRICS-Staaten ein Gespräch darüber führen zu wollen, wie man Trumps Zölle angehen könne. Trump hatte die Gruppe als “antiamerikanisch” bezeichnet und ihnen mit zusätzlichen Zöllen gedroht.

Russland
Russland erhofft sich laut einem Agenturbericht von dem Treffen zwischen Wladimir Putin und US-Präsident Donald Trump eine Verbesserung der Beziehungen zu den USA. Das meldet die russische Nachrichtenagentur Tass unter Berufung auf den russischen Vize-Außenminister Sergej Rjabkow. “Wir hoffen, dass das bevorstehende hochrangige Treffen Impulse für die Normalisierung der bilateralen Beziehungen geben wird”, zitierte Tass Rjabkow.

USA / Steuergesetzte
Durch das neue Steuer- und Ausgabengesetz von Präsident Donald Trump dürften im kommenden Jahrzehnt 10 Mio. US-Bürger zusätzlich ihre Krankenversicherung verlieren. Dies geht aus einer aktualisierten Schätzung des überparteilichen Haushaltsbüros des Kongresses (CBO) hervor.

USA / Zölle
Donald Trump hat nach tagelanger Unsicherheit auf dem Goldmarkt Zölle auf das Edelmetall ausgeschlossen. “Auf Gold werden keine Zölle erhoben!”, hieß es in einer Erklärung, die auf seinem Kurznachrichtendienst Truth Social veröffentlicht wurde. Einzelheiten wurden zunächst nicht bekannt.

Citigroup
Konzern-Chefin Jane Fraser verhandelt einem Medienbericht zufolge in Mexiko mit Präsidentin Claudia Sheinbaum über den Börsengang der Sparte Banamex. Dies berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg am Montag unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Fraser hatte bereits im Juli erklärt, die New Yorker Bank sei auf Kurs, den Börsengang bis zum Jahresende umzusetzen. Dem Bericht zufolge hat die Citi wohlhabende Mexikaner bereits umworben, um einen Teil von Banamex zu kaufen, der zu einer Mehrheitsbeteiligung ausgebaut werden könnte. Ein früherer Verkaufsversuch war 2023 gescheitert.

Farbergé
Der Tech-Unternehmer Sergei Mosunov hat den Juwelier Fabergé, bekannt für seine prunkvollen Schmuck-Eier, für 50 Mio. USD übernommen. Der Edelstein-Produzent Gemfields verkaufte die Luxusmarke, deren Handwerkskunst zu einem Symbol für Reichtum geworden ist, an Mosunovs Investmentgesellschaft SMG Capital mit Sitz in den USA. Gemfields erhält 45 Mio. USD wenn der Deal Ende dieses Monats abgeschlossen wird, und die restlichen 5 Mio. USD durch vierteljährliche Lizenzgebühren. Von den etwa 50 Eiern, die Fabergé zwischen 1885 und 1916 für die russische Zarenfamilie angefertigt hat, sind mehr als 40 erhalten geblieben. 

Ford
Der Autobauer will ab 2027 eine neue Reihe erschwinglicherer Elektrofahrzeuge auf den Markt bringen und damit der wachsenden Konkurrenz aus China begegnen. Der US-Autobauer räumt dabei jedoch ein hohes Risiko ein. “Ich kann Ihnen nicht mit hundertprozentiger Sicherheit sagen, dass das alles gut gehen wird”, sagte Ford-Chef Jim Farley am Montag

Intel
US-Präsident Donald Trump hat sich nach seiner öffentlichen Rücktrittsforderung an den Chef des Chipherstellers Intel nun mit Lip-Bu Tan persönlich getroffen. Das Treffen sei “sehr interessant” gewesen, schrieb Trump am Montag (Ortszeit) auf seiner eigenen Social-Media-Plattform Truth Social. An dem Treffen nahmen dem Präsidenten zufolge auch Handelsminister Howard Lutnick und Finanzminister Scott Bessent teil. Laut Trump werden die Kabinettsmitglieder und Tan nun zusammenarbeiten und ihm in der kommenden Woche Vorschläge unterbreiten. Der Chipkonzern teilte auf seiner Internetseite mit, man freue sich auf eine enge Zusammenarbeit mit Trump und seiner Regierung.

Mercedes-Benz
Konzern-Chef Ola Källenius warnt vor einem Kollaps des europäischen Automarkts. Das Verbrennerverbot der EU sei ein schwerer Fehler, sagte er dem “Handelsblatt”. “Wir müssen einen Realitätscheck machen. Sonst fahren wir mit Vollgas gegen die Wand”, sagte Källenius. In seinem eigenen Unternehmen will Källenius der Zeitung zufolge die Hochpreisstrategie aufweichen. Insidern zufolge strebe der Dax-Konzern in seiner dominanten Autosparte künftig nicht mehr an, ausschließlich “wie eine Luxusmarke” zu denken und zu handeln, so die Zeitung. Das Zielbild der Marke solle breiter gefasst werden. Mercedes wollte sich zu dem Vorhaben nicht äußern.

Nvidia
US-Präsident Donald Trump schließt trotz Sicherheitsbedenken nicht aus, dem US-Konzern den Verkauf einer abgespeckten Version seines neuesten KI-Chips nach China zu gestatten. Trump deutete an, dass die Rechenleistung des Chips um “30 bis 50 Prozent” reduziert werden könnte. Kritiker befürchten, dass China selbst mit einer solchen Version seine militärischen Fähigkeiten mithilfe von US-Technologie ausbauen könnte.


Mittwoch5

Brasilien
Der Staat will seine von neuen US-Zöllen betroffenen Exporteure mit Krediten in Milliardenhöhe unterstützen. Die Regierung werde 30 Mrd. Reais (5,55 Mrd. USD) bereitstellen, sagte Präsident Luiz Inacio Lula da Silva dem Sender BandNews. Das Paket beinhalte zudem Unterstützung durch staatliche Ankäufe. Weitere Einzelheiten wolle die Regierung am Mittwoch bekanntgeben. Die USA hatten Anfang des Monats die Zölle auf brasilianische Güter von zehn auf 50 Prozent angehoben. Ausgenommen sind unter anderem Waren wie Orangensaft und Flugzeuge.

Deutschland / Preise
Das Statistische Bundesamt veröffentlicht eine neue Schätzung zur Inflation in Deutschland. Die Verbraucherpreise dürften im Juli erneut um 2,0 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat gestiegen sein, so lautete die erste Schätzung, die Ende Juli veröffentlicht wurde. Stärker steigende Lebensmittelpreise treiben die Inflation mehr als gedacht. Im April und Mai hatte die Teuerungsrate noch bei 2,1 Prozent gelegen, im Juni ebenfalls bei 2,0 Prozent.

Iran / Atom
Frankreich, Deutschland und Großbritannien haben dem Iran mit der Wiedereinführung von UN-Sanktionen gedroht, sollte die Regierung in Teheran eine diplomatische Lösung im Atomstreit weiter blockieren. Dies geht aus einem gemeinsamen Schreiben der als E3 bekannten Staaten an den UN-Sicherheitsrat hervor, aus dem die “Financial Times” zitierte. Die E3 seien bereit, den sogenannten Snapback-Mechanismus auszulösen, wenn der Iran bis Ende August 2025 keine diplomatische Lösung anstrebe, schrieben die Außenminister Jean-Noël Barrot, Johann Wadephul und David Lammy dem Bericht zufolge. Hintergrund ist das Auslaufen von UN-Sanktionen am 18. Oktober.

Japan
Die Großhandelspreise sind im Juli den 4. Monat in Folge langsamer gestiegen. Der Preisindex für Unternehmensgüter (CGPI) legte um 2,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat zu, wie die japanische Notenbank (BoJ) mitteilte. Im Juni hatte der Anstieg noch bei 2,9 Prozent gelegen. Von Reuters befragte Volkswirte hatten mit einem Plus von 2,5 Prozent gerechnet. Der auf Yen basierende Importpreisindex fiel im Juli um 10,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Ukraine / Europa / USA
Zur Abstimmung vor dem Gipfeltreffen von US-Präsident Donald Trump und dem russischen Präsidenten Wladimir Putin kommen am Mittwoch europäische Staats- und Regierungschefs zu einer Videokonferenz zusammen. An der von Deutschland organisierten Besprechung sollen neben Bundeskanzler Friedrich Merz unter anderem Frankreichs Präsident Emmanuel Macron, der britische Premierminister Keir Starmer, EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und auch der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj teilnehmen. Im Anschluss ist eine weitere Konferenz mit Trump und US-Vizepräsident JD Vance geplant. Themen sind Optionen zur Erhöhung des Drucks auf Russland, Schritte in einem möglichen Friedensprozess sowie Sicherheitsgarantien für die Ukraine.

USA / Arbeitsmarkt
Das US-Präsidialamt will an der monatlichen Veröffentlichung des vielbeachteten US-Arbeitsmarktberichts festhalten. Zuvor hatte der von Präsident Donald Trump für den Chefposten der zuständigen Statistikbehörde BLS nominierte E.J. Antoni eine Aussetzung der Veröffentlichung gefordert. Auf die Frage, ob die Behörde den monatlichen Bericht weiterhin veröffentlichen werde, sagte die Sprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt: “Ich glaube, das ist der Plan, und das ist die Hoffnung.”

USA / China
Die USA knüpfen eine mögliche Senkung der Strafzölle gegen China an konkrete Fortschritte Pekings im Kampf gegen die Droge Fentanyl. Die USA müssten über “Monate, wenn nicht Quartale, wenn nicht ein Jahr” Fortschritte bei den Fentanyl-Lieferungen sehen, bevor eine Senkung der Zölle erwogen werde, sagte Finanzminister Scott Bessent dem Sender Fox Business. Die Regierung in Washington wirft Peking vor, den Zufluss von Grundstoffen für die Droge nicht ausreichend einzudämmen. US-Präsident Donald Trump hatte deswegen im Februar Strafzölle von 20 Prozent auf chinesische Importe verhängt. Bessent kündigte zudem ein neues Treffen von Vertretern beider Länder in den kommenden zwei bis drei Monaten an.

USA / Defizit
Ungeachtet stark gestiegener Einnahmen aus den von Präsident Donald Trump verhängten Zöllen ist das Defizit im US-Staatshaushalt im Juli weiter gewachsen. Es erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahresmonat um 19 Prozent auf 291 Mrd. USD, wie das Finanzministerium mitteilte. Grund dafür waren Ausgaben, die schneller stiegen als die Einnahmen. Während die Einnahmen um zwei Prozent auf 338 Mrd. USD zulegten, kletterten die Ausgaben um zehn Prozent auf 630 Mrd. USD – ein Rekord für den Monat Juli.

Daimler Truck
Der Konzern und drei weitere große Lkw-Hersteller haben den US-Bundesstaat Kalifornien wegen zu strenger Abgasvorschriften verklagt. Zu den Klägern gehören auch Volvo, Paccar und die Volkswagen-Tochter International Motors. Die Konzerne sehen sich nach eigenen Angaben “im Kreuzfeuer” zwischen der US-Regierung und dem Bundesstaat. US-Präsident Donald Trump hatte im Juni die unter seinem Vorgänger erteilten Ausnahmegenehmigungen für nichtig erklärt, die Kalifornien eigene, strengere Standards erlauben. In ihrer am Montag eingereichten Klage argumentieren die Konzerne, dass die Entscheidung der Regierung die Vorschriften des Bundesstaates außer Kraft setze. Die daraus resultierende regulatorische Unsicherheit verursache irreparablen Schaden.

EON

Der Energiekonzern hat nach Zuwächsen im ersten Halbjahr seine Prognosen bekräftigt. Das bereinigte Ebitda sei um 13 Prozent auf 5,5 Milliarden Euro gestiegen, teilte das Unternehmen mit. Der bereinigte Konzernüberschuss habe sich um zehn Prozent auf 1,9 Milliarden Euro verbessert. Größter Gewinnbringer war erneut das Geschäft mit den Stromnetzen, das sein bereinigtes Ebitda auf vier Milliarden Euro von 3,3 Milliarden erhöhte. E.ON bekräftigte die Prognose für 2025, wonach das bereinigte Ebitda einen Wert zwischen 9,6 und 9,8 Milliarden Euro erreichen soll.

Leoni
Nach der dramatischen Rettung unter Ausschluss der Kleinaktionäre und dem Verkauf nach China schreibt der Autozulieferer Leoni erstmals wieder schwarze Zahlen. “Im ersten Halbjahr haben wir zum ersten Mal seit etwa zehn Jahren ein positives Nettoergebnis erzielt”, sagte CEO Klaus Rinnerberger dem Handelsblatt. Um die nötigen Zukunftsinvestitionen zu finanzieren, reiche das jedoch noch nicht aus. Der Umsatz stieg im ersten Halbjahr um 3 Prozent auf 2,5 Mrd. €. Der Bordnetz-Spezialist war aufgrund hoher Schulden in finanzielle Schwierigkeiten geraten. Im Rahmen des neuen Stabilisierungs- und Restrukturierungsgesetzes (Starug), das Insolvenzen vermeiden soll, waren die Kleinaktionäre leer ausgegangen. Großaktionär Stefan Pierer übernahm das Unternehmen und verkaufte später die Mehrheit an den chinesischen Luxshare-Konzern. Rinnerberger verteidigte diese Lösung: “Die einzige Alternative wäre die Insolvenz gewesen.”

Patrizia
Der Immobilien-Investmentmanager hat seinen Gewinn im 1. Halbjahr nahezu verdoppelt. Strikte Kostenkontrolle habe den Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) auf 29,1 Mio. € steigen lassen, teilte das Augsburger Unternehmen mit. Im Vorjahr standen 14,7 Mio. € in der Bilanz. Der Überschuss stieg gar um 137 Prozent auf 4,7 Mio. €. Das verwaltete Vermögen (Assets under Management – AUM) sank wegen ungünstiger Wechselkurseffekte leicht auf 55,9 Mrd. €.

ProSiebenSat 1
Die beiden Übernahmeofferten für den bayerischen Fernsehkonzern laufen aus, wenn nicht einer der beiden Bieter in letzter Minute noch etwas an seinem Angebot ändert. Sonst ist das Rennen praktisch zugunsten der italienischen Berlusconi-Holding MFE gelaufen. Spannend ist nur, ob sie gleich im ersten Anlauf auf eine Mehrheit von mehr als 50 Prozent kommt. Doch ein Ergebnis dürfte erst Anfang der nächsten Woche vorliegen. Und wie reagiert PPF? Der tschechische ProSieben-Großaktionär könnte seine Anteile den Italienern in der zweiwöchigen Nachfrist andienen oder auf ein späteres besseres Angebot warten, etwa wenn MFE einen Beherrschungsvertrag abschließen will.


Donnerstag
6

Eurozone / BIP
Die Euro-Zone ist im zweiten Quartal wegen der Schwäche ihrer größten Volkswirtschaft voraussichtlich nur um 0,1 Prozent gewachsen. Das Statistikamt Eurostat gibt zum Abschneiden im Frühjahr eine zweite Schätzung ab, für die mehr Daten zur Verfügung stehen. Deutschland ist einer Schnellschätzung zufolge um 0,1 Prozent geschrumpft.

Ukraine / Europa / USA
Bei dem Videogipfel mit US-Präsident Donald Trump und Staats- und Regierungschefs der EU war auch der mögliche Ort eines direkten Treffens der Kriegsparteien Thema, wie die Nachrichtenagentur Reuters von einem mit der Sache vertrauten Insider erfuhr. Trump, der russische Präsident Wladimir Putin und das ukrainische Staatsoberhaupt Wolodymyr Selenskyj könnten sich in einer Stadt in Europa oder im Nahen Osten treffen. Trump sagte kurz zuvor, nach seinem für Freitag geplanten Gespräch mit Putin in Alaska könne es sehr schnell ein Dreiertreffen geben. Dies sei jedoch nicht ausgemacht.

Bitcoin
Der Bitcoin ist in Asien auf ein Rekordhoch von 124.002,49 Dollar gestiegen. Als Gründe für die Rally gelten die Erwartung einer lockereren Geldpolitik der US-Notenbank Fed, anhaltende Käufe institutioneller Anleger sowie eine industriefreundliche Regulierung unter US-Präsident Donald Trump. “Technisch gesehen könnte ein nachhaltiger Ausbruch über 125.000 Dollar den Bitcoin auf 150.000 Dollar treiben”, schrieb IG-Marktanalyst Tony Sycamore in einer Analyse. Im Sog des Höhenflugs erreichte auch die zweitgrößte Kryptowährung Ether ETH= mit 4780,04 Dollar den höchsten Stand seit Ende 2021.

RWE
Der Energiekonzern hat nach Einbußen im ersten Halbjahr seine Prognosen für das Gesamtjahr bestätigt. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) sei von Januar bis Ende Juni auf 2,1 Milliarden Euro von 2,9 Milliarden Euro gesunken, teilte der größte deutsche Stromerzeuger mit. Ursache hierfür seien unter anderem ein niedrigeres Handelsgeschäft und Einbußen in der Ökostromproduktion durch schwächere Windverhältnisse gewesen. Der Konzern bekräftigte die Prognose, wonach das bereinigte Ebitda im Gesamtjahr zwischen 4,55 und 5,15 Milliarden Euro liegen soll.

Thyssenkrupp
Der kriselnde Industriekonzern hat nach Einbußen im Quartal seine Erwartungen für den Umsatz und das operative Ergebnis auf das untere Ende der bisherigen Spanne gesenkt. Im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2024/25 (per Ende September) habe das Unternehmen unter dem Strich einen Fehlbetrag von 255 Millionen Euro eingefahren, teilte der Ruhrkonzern mit. Ursache hierfür seien unter anderem Abschreibungen in der Stahlsparte gewesen. Eine schwächere Nachfrage und niedrigere Preise hätten den Umsatz auf 8,2 Milliarden Euro von zuvor 9,0 Milliarden Euro gedrückt. Für das Gesamtjahr erwarte der Konzern bei den Erlösen einen Rückgang zwischen fünf und sieben Prozent nach bislang 0 bis minus drei Prozent. Als Reaktion reduziere Thyssenkrupp die Investitionen für das Geschäftsjahr auf 1,4 bis 1,6 Milliarden Euro nach bislang geplanten 1,6 bis 1,8 Milliarden Euro.

Cisco
Der Bauboom bei Rechenzentren für Künstliche Intelligenz (KI) hat dem US-Netzwerk-Ausrüster erneut überraschend starke Zahlen beschert. “Die Auftragseingänge für KI-Infrastruktur haben im Geschäftsjahr 2024/2025 unsere Planung um mehr als das Doppelte übertroffen”, sagte Firmen-Chef Chuck Robbins. Der Umsatz stieg im abgelaufenen Quartal um acht Prozent auf 14,7 Milliarden Dollar und der Reingewinn um 14 Prozent auf 0,99 Dollar je Aktie.


Freitag7

China
Die Industrieproduktion sowie die Einzelhandelsumsätze haben im Juli die Prognosen der Analysten verfehlt. Wie am Freitag aus den vom Nationalen Amt für Statistik veröffentlichten Daten hervorging, ist die chinesische Industrieproduktion im Juli um 5,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gestiegen und blieb damit hinter dem Anstieg von 6,8 Prozent im Juni und den Prognosen von 5,9 Prozent zurück. Die Einzelhandelsumsätze, ein Indikator für den Konsum, stiegen ebenfalls langsamer und kamen im Juli nur auf 3,7 Prozent. Sie verlangsamten sich damit nach einem Anstieg um 4,8 Prozent im Vormonat und verfehlten die Prognosen von 4,6 Prozent Wachstum. Die Anlageinvestitionen stiegen in den ersten sieben Monaten des Jahres um 1,6 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum, während ein Anstieg um 2,7 Prozent erwartet wurde. In der ersten Jahreshälfte waren sie noch um 2,8 Prozent gestiegen.

Japan
Die Wirtschaft im 2. Quartal schneller als erwartet gewachsen. Wie Regierungsdaten am Freitag zeigten, belief sich das Wachstum zwischen April und Juni auf annualisierte 1,0 Prozent und übertraf damit die Prognosen. Der Anstieg des Bruttoinlandsprodukts entsprach den mittleren Markterwartungen einer Reuters-Umfrage von 0,4 Prozent und folgte auf einen revidierten Anstieg von 0,6 Prozent im Vorquartal. Das Ergebnis entspricht einem vierteljährlichen Anstieg von 0,3 Prozent und liegt damit über der mittleren Schätzung eines Anstiegs von 0,1 Prozent. Der private Verbrauch, auf den mehr als die Hälfte der Wirtschaftsleistung entfällt, stieg um 0,2 Prozent, verglichen mit einer Marktschätzung von 0,1 Prozent. Er wuchs mit dem gleichen Tempo wie im Vorquartal.

Russland
Russland schafft die Pflicht für Exporteure ab, einen Teil ihrer Einnahmen in ausländischer Währung zu verkaufen. Die Regierung begründet den Schritt mit der Stabilisierung des Rubel-Kurses und ausreichender Liquidität. Die Maßnahme war im Oktober 2023 eingeführt worden, um den damals schwachen Rubel zu stützen, der die Marke von 100 zum Dollar überschritten hatte.

UN
Die Verhandlungen über ein globales Abkommen gegen Plastikmüll sind in die Verlängerung gegangen. Die Gespräche bei den Vereinten Nationen (UN) in Genf wurden am späten Donnerstagabend auf Freitag vertagt, nachdem die Delegationen sich am ursprünglich letzten Verhandlungstag nicht auf einen Kompromiss einigen konnten. Nur 30 Minuten vor Ende der Sitzung erklärte der Vorsitzende des Internationalen Verhandlungsausschusses (INC), Luis Vayas Valdivieso, den Delegierten, dass die Verhandlungen bis Freitag andauern würden. Vor allem die von Deutschland und der EU geforderte Begrenzung der Neuproduktion von Plastik blieb zwischen den rund 180 Staaten höchst umstritten.

USA / Russland
US-Präsident Donald Trump und der russische Staatschef Wladimir Putin wollen bei einem bilateralen Gipfel in Alaska über ein mögliches Ende des Ukraine-Kriegs beraten. Die Zusammenkunft in der Stadt Anchorage soll nach russischen Angaben um 11.30 Uhr Ortszeit (21.30 Uhr MESZ) beginnen. Vorgesehen sei ein Einzeltreffen von Trump und Putin, nur begleitet von Übersetzern. Unklar ist, ob es später eine gemeinsame Pressekonferenz geben wird. Die Ukraine und ihre europäischen Partner sorgen sich, es könnten Entscheidungen über ihre Köpfe hinweg getroffen werden. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron zufolge hat Trump sich zu einer Beteiligung der USA an Sicherheitsgarantien für die Ukraine bereiterklärt.

Applied Materials
Der Konzern hat mit einem schwachen Ausblick auf das laufende Quartal die Anleger verschreckt. Als Grund nannte das US-Unternehmen eine unbeständige Nachfrage von Kunden angesichts der wirtschaftlichen Unsicherheit. Die Aktie des Chipindustrie-Ausrüsters fiel nachbörslich um elf Prozent.

Brenntag
Das Unternehmen kauft in den USA zu. Eine Brenntag-Sparte übernehme die Vermögenswerte des Pipeline-Spezialisten TPE Midstream mit Sitz in Tulsa, Oklahoma, teilte der Chemie-Logistiker mit. Damit erweitere Brenntag seinen Geschäftsbereich Pipeline Services, der unter anderem Mietgeräte für die Pipeline-Inspektionen im Programm hat.

Deutsche Bahn
Die Bundesregierung zieht bei der Bahn die Notbremse und löst den Vertrag mit dem langjährigen Konzernchef Richard Lutz vorzeitig auf. “Die Lage bei der Bahn ist dramatisch”, sagte Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder. Es sei Zeit für eine Neuaufstellung – sowohl strukturell als auch personell, erklärte der CDU-Politiker nach Gesprächen mit Bahn-Aufsichtsratschef Werner Gatzer und Lutz selbst. Deshalb habe man sich darauf geeinigt, den noch bis 2027 laufenden Vertrag des Bahnchefs vorzeitig einvernehmlich zu beenden.

Google
Die Alphabet-Tochter wird laut einer Mitteilung weitere 9 Mrd. USD in Oklahoma investieren, um die Infrastruktur für Künstliche Intelligenz zu stärken. Das Geld soll zum einen in die Entwicklung eines neuen Rechenzentrum-Campus in Stillwater fließen, zum anderen wird eine bestehende Anlage im rund 180 Kilometer weiter westlich gelegenen Pryor in den nächsten zwei Jahren ausgebaut.

Grenke
Der Leasingspezialist erarbeitet sich das Vertrauen der Investoren zurück. Nachdem die Baden-Badener die Märkte im vergangenen Jahr mit einer Gewinnwarnung geschockt hatten, bestätigten sie am Donnerstag die Prognosen für 2025. Zugleich kündigte Vorstandschef Sebastian Hirsch an, den Aufkauf der verbliebenen Franchiseunternehmen zeitnah abzuschließen. Bis Jahresende hofft das Unternehmen, die verbliebenen 8 Franchiseunternehmen aufzukaufen, die bereits seit dem Jahresabschluss 2020 konsolidiert werden. Nachdem zuletzt die Einheiten in Chile, Lettland und Portugal erworben wurden, sei im August eine Einigung mit den Eigentümern der verbliebenen Firmen in Norwegen, Italien und Kanada erzielt worden, sagte Hirsch der Börsen-Zeitung. “Im Rahmen eines ausgehandelten Paketdeals soll der vollständige Erwerb aller Gesellschaften nach der finalen Prüfung noch in diesem Jahr über die Bühne gehen”, so Hirsch. 

Intel
Die US-Regierung führt einem Medienbericht zufolge Gespräche mit dem Chiphersteller über einen möglichen Einstieg. Die Nachrichtenagentur Bloomberg beruft sich auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Mit dem Geschäft solle die geplante Fertigung von Intel im Bundesstaat Ohio gestützt werden, heißt es weiter.

ProSiebenSat1
Die Stars des Senders, Klaas Heufer-Umlauf und Joachim “Joko” Winterscheidt, haben sich Ausstiegsklauseln in ihre Verträge hineinverhandeln lassen, falls der italienische Konzern Mediaforeurope (MFE) Prosieben übernehmen sollte. Das teilen mehrere Insider übereinstimmend der Wirtschaftswoche mit. MFE wird über eine Holding von der Familie des verstorbenen italienischen Ex-Premierministers Silvio Berlusconi geführt. Das Management von Heufer-Umlauf und Winterscheidt wollte dies auf Anfrage der Wirtschaftswoche nicht kommentieren. Aus Kreisen der Prosiebensat1-Führung heißt es, dass man nun für die Ausstiegsklauseln der Sender-Stars Verständnis hätte.

RWE
Der Energiekonzern hat nach Einbußen im ersten Halbjahr seine Prognosen für das Gesamtjahr bestätigt, wonach das bereinigte Ebitda im Gesamtjahr zwischen 4,55 und 5,15 Mrd. € liegen soll. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) sei von Januar bis Ende Juni auf 2,1 Mrd. € von 2,9 Mrd. € gesunken.

Märkte auf einen Blick

Kapitalmärkte

MärkteAktueller IndexstandVeränderung Vorwoche
DAX24.359,300,81 %
EuroStoxx505.459,201,86 %
S&P5006.450,260,94 %
NASDAQ10023.712,070,43 %
MSCI Emerging Markets1.274,900,96 %
MSCI World4.175,031,33 %

Rohstoffe

RohstoffBewertungVeränderung Vorwoche
Gold3.334,64 $/oz.– 1,88 %
Brent (Öl)66,51 $/bbl.– 0,27 %

Zinsen

GeldmarktZins p. a.
EZB Einlagensatz2,00 %
3-M-Euribor1,99 %
FED-Leitzins4,50 %
Tagesgeldsatz Japan0,48 %
Tagesgeldsatz UK4,22 %
RentenmarktRendite p. a.
5J Bund2,18 %
10J Bund2,60 %
10J US-Treasury4,22 %
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Indizes tendieren unheitlich vor dem Trump-Putin-Gipfel

Am Tag vor einer möglichen Weichenstellung im Ukraine-Krieg herrschte am deutschen Aktienmarkt Zuversicht. Frische US-Inflationsdaten hatten nur kurzfristig einen dämpfenden Effekt. Die vorgelegten Quartalsberichte zahlreicher deutscher Unternehmen zeigten unterdessen Licht- und Schatten. Nachdem die Gewinne zur Wochenmitte den Dax zurück auf das Niveau vor Wochenfrist gebracht hatten, schloss der Leitindex am Donnerstag mit einem Plus von 0,79 Prozent bei 24.377,50 Punkten und näherte sich seinem Rekordhoch bei 24.639 Zählern vor gut einem Monat. Der MDax gestern um 0,63 Prozent auf 31.118,79 Punkte.
Gebannt warten Anleger auf das Treffen (s.u.) zwischen dem US-Präsidenten Donald Trump und dem russischen Staatschef Wladimir Putin.
 
Unterdessen sank der Gaspreis: Eine Megawattstunde (MWh) Gas zur Lieferung im September kostete 32 € und damit ein Prozent weniger als am Vortag. Das impliziert einen Verbraucherpreis von mindestens rund acht bis zehn Cent pro Kilowattstunde (kWh) inklusive Nebenkosten und Steuern, sollte das Preisniveau dauerhaft so bleiben. Der Ölpreis stieg hingegen deutlich: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Donnerstagnachmittag gegen 17 Uhr deutscher Zeit 66,54 USD, das waren 91 Cent oder 1,4 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags. Die europäische Gemeinschaftswährung war am Donnerstagnachmittag schwächer: Ein € kostete 1,1651 USD. 

Nach zwei starken Tagen sind am Donnerstag die wichtigsten Aktien-Indizes in New York nicht mehr vorangekommen. Weitere Preisdaten bremsten die Kurse etwas aus. Der Leitindex Dow Jones Industrial notierte zum Schluss mit minus 0,02 Prozent auf 44.911,26 Punkte. Der technologielastige Nasdaq 100 gab um 0,07 Prozent auf 23.832,44 Zähler nach. Auch der marktbreite S&P 500 trat mit plus 0,03 Prozent auf 6.468,54 Punkte quasi auf der Stelle. Standardwerte holten deutlichere Verluste auf. Ein überraschend starker Preisauftrieb auf Herstellerebene im Juli belastete etwas. Die jüngst noch gestiegenen Zinssenkungshoffnungen erhielten dadurch wieder einen kleinen Dämpfer. Am Vortag hatten der Nasdaq 100 und der S&P 500 Höchststände erreicht.

Nach einem Konsolidierungstag an den US-Börsen geht es am Freitag an den Börsen in Ostasien und Australien uneinheitlich zu. In Tokio steigt der Nikkei-225-Index um 1,2 Prozent auf 43.170 Punkte. Für Auftrieb sorgt, dass die japanische Wirtschaft (s.u.) im 2. Quartal des Jahres  zum Vorquartal stärker gewachsen ist als mit 0,1 Prozent erwartet. Die von den USA erhobenen Zölle wurden damit überraschend gut weggesteckt. Zugleich ging der Preisanstieg im Quartal zum Vorquartal etwas zurück, wenngleich er weiter über der Zielmarke der Notenbank liegt. Das dämpft die zuletzt bereits etwas abgeebbte Erwartung einer baldigen Zinserhöhung weiter. Unterstützung kommt vom Yen. Er zieht nach dem gut ausgefallenen BIP im Verlauf des Handels zwar etwas an, liegt aber unter deutlich unter dem Niveau der gleichen Vortageszeit, weil der Dollar Auftrieb erhielt vom starken Anstieg der Erzeugerpreise. In Shanghai zieht der Leitindex ebenfalls an um 0,5 Prozent, während der HSI in Hongkong ein deutliches Minus von 1,2 Prozent zeigt. Auch aus China wurden neue Konjunkturdaten gemeldet. Dabei verfehlten die Anlageinvestitionen der Städte von Januar bis Juli die Wachstumserwartung. Die Zunahme der Industrieproduktion im Juli fiel zum Vorjahr mit 5,7 Prozent zwar nur einen Tick unter der Erwartung aus, im Vormonat hatte das Wachstum aber noch bei 6,8 Prozent gelegen. Außerdem legte der Einzelhandelsumsatz um 3,7 Prozent zu.
Der S&P/ASX-200 in Sydney steigt um 0,4 Prozent und markiert damit das dritte Rekordhoch im Wochenverlauf. Nicht gehandelt wird wegen eines Feiertags in Südkorea.

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Quellenangaben:
1https://stock3.com/ – Daten abgerufen am 15.08.2025 – 10:00 Uhr
2LBBW Markets – das Researchportal der Landesbank Baden-Württemberg Daten abgerufen am 15.08.2025 – 10:00 Uhr
3Aktienmarktbericht, Hauck Aufhäuser Lampe und Perspektive am Morgen der dt. Bank, jeweils vom 11.08.2025
4Aktienmarktbericht, Hauck Aufhäuser Lampe und Perspektive am Morgen der dt. Bank, jeweils vom 12.08.2025
5Aktienmarktbericht, Hauck Aufhäuser Lampe und Perspektive am Morgen der dt. Bank, jeweils vom 13.08.2025
6Aktienmarktbericht, Hauck Aufhäuser Lampe und Perspektive am Morgen der dt. Bank, jeweils vom 14.08.2025
7Aktienmarktbericht, Hauck Aufhäuser Lampe und Perspektive am Morgen der dt. Bank, jeweils vom 15.08.2025

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