Marktreporting KW 26

Sehr geehrte Anlegerinnen, sehr geehrte Anleger,

heute ein etwas längeres Vorwort, zu einer Meldung, die auch uns zum staunen brachte!

Daher haben wir für Sie gleich tiefergehend rechechiert und starten heute mit einem Exkurs zum Thema:

Volks- und Raiffeisenbanken: Immobilienfonds UniImmo Wohnen ZBI in der Krise

Ein konservativer Fonds unter Druck

Die Süddeutsche Zeitung titelte kürzlich: „800 Millionen Euro – einfach weg! Vergammelte Wohnungen, frustrierte Mieter und ein riesiger Verlust für die Anleger …“. Was steckt hinter diesen alarmierenden Schlagzeilen?

Der Immobilienfonds UniImmo Wohnen ZBI, herausgegeben vom Fondshaus der Volks- und Raiffeisenbanken, gerät zunehmend in die Kritik. Der Fonds, der seit 2017 als risikoarm und konservativ vermarktet wurde, hat inzwischen 4,9 Milliarden Euro an Anlegergeldern eingesammelt. Doch statt stabiler Renditen erleben die Anleger massive Verluste.

Ein verlockendes Angebot?

„Schließlich legt der Fonds in Wohnimmobilien an: Wohnungen sind knapp, der Bedarf wächst, aber der Neubau kommt nicht hinterher …“, so die Argumentation, die viele Anleger überzeugte. Insbesondere in Deutschland, wo Bankkunden sich traditionell als risikoscheu einstufen und teure Versicherungen als Sicherheitsnetz bevorzugen, schien ein Immobilienfonds – das sogenannte Betongold – perfekt ins Portfolio zu passen. Zudem profitierten die Banken von Ausgabeaufschlägen und laufenden Bestandprovisionen.

Ein rasanter Mittelzufluss und seine Folgen

Die aggressive Verkaufsstrategie der Banken führte zu einem extremen Mittelzufluss. Das Fondsmanagement sah sich gezwungen, die Anlegergelder in Zeiten von Null- und Negativzins schnell zu investieren. Innerhalb kürzester Zeit wuchs der Immobilienbestand auf beeindruckende 40.000 Wohnungen.

Doch das schnelle Wachstum hatte seinen Preis: Hastige Zukäufe, schlechte Immobilienzustände und überteuerte Preise. Das Ergebnis war eine massive Abwertung des Immobilienbestandes, die zu einem Kursverfall von -17 % am vergangenen Dienstag führte. Konservative Anleger erlebten einen zweistelligen Verlust an nur einem Tag – ein Schlag, der eher einem „kleinen schwarzen Freitag“ als einem gewöhnlichen Dienstag glich.

Ein vorhersehbarer Absturz

Die Krise war jedoch absehbar. Seit Juli 2023 verzeichnete der Fonds bereits eine negative Wertentwicklung von -7 %. Mit dem jüngsten Kurssturz summieren sich die Verluste seit Juli auf über 25 %. Viele Anleger fühlen sich im Stich gelassen und fragen sich, wie es so weit kommen konnte.

Ein teures Lehrstück

Die vermeintlich „konservative“ Wertsteigerung des Fonds zeigte sich als trügerisch: In sechs Jahren, von 2017 bis zum Hoch im September 2023, lag die totale Wertentwicklung bei lediglich 8 %. Im Gegensatz dazu machte die Bank ein gutes Geschäft: 5 % Ausgabeaufschlag bei 4,9 Milliarden Euro bedeuten satte 245 Millionen Euro Abschlussprovision.

Anleger erhielten jedoch kaum Ratschläge, ihre Kapitalanlage zu verkaufen. Warum auch? Schließlich bedeuten laufende Bestandsprovisionen ein kontinuierliches Einkommen für die Bank. Stattdessen wurde den Anlegern versichert: „Das erholt sich schon wieder – bleiben Sie dabei, lieber Kunde.“

Fazit

Die Entwicklungen rund um den Immobilienfonds UniImmo Wohnen ZBI werfen ein Schlaglicht auf die Herausforderungen und Risiken, die mit vermeintlich sicheren Investments verbunden sind. Für viele Anleger bleibt nur die Hoffnung auf eine Erholung – und die Erkenntnis, dass konservative Anlageformen nicht immer sicher sind.

Wenn Sie erfahren möchten, wie risikoadjustierte Geldanlage wirklich funktioniert, sprechen Sie uns gerne an.

Nun wünschen wir Ihnen viel Spaß beim lesen unserer weekly News …

Ihre Finanzboutique

Wochenüberblick
 

Montag3

Argentinien
Die in Argentinien tätigen deutschen Unternehmen sehen Licht und Schatten in der von Präsident Javier Milei verordneten wirtschaftlichen Schocktherapie für das Land. Dessen radikale Sparpolitik habe zu einem Mangel an liquiden Mitteln in privaten Haushalten geführt, so die Deutsche Industrie- und Handelskammer (DIHK). „Entsprechend steigt die Zahl der Unternehmen, die in der geringen Nachfrage ein Geschäftsrisiko sehen.“ Im Herbst 2023 gaben dies nur 16 Prozent der befragten Unternehmen an, im Frühjahr 2024 seien es 70 Prozent gewesen.

Deutschland
Das Münchner Ifo-Institut veröffentlicht den Geschäftsklimaindex für Juni. Von Reuters befragte Experten gehen davon aus, dass sich die Stimmung in den Chefetagen leicht aufgehellt hat. Im Mai hatte sie stagniert. Nach Einschätzung der Münchner Forscher arbeitet sich die hiesige Wirtschaft langsam aus der Krise, auch wenn dieses Jahr nur ein Zuwachs beim Bruttoinlandsprodukt von 0,4 Prozent drin sein dürfte.
Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) lädt zum Tag der Industrie (TDI). Auf der Konferenz in Berlin gibt sich Prominenz aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft die Klinke in die Hand – darunter Bundeskanzler Olaf Scholz und Wirtschaftsminister Robert Habeck. Auch der CEO der Deutschen Bank, Christian Sewing, und EZB-Direktorin Isabel Schnabel sind auf dem TDI mit von der Partie.

Europa
In den Streit zwischen China und der EU über geplante europäische Importzöllefür chinesische Elektroautos kommt Bewegung. Beide Seiten wollen darüber Gespräche aufnehmen, wie das Handelsministerium in Peking und Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck während seines Besuchs in Shanghai am Samstag mitteilten. Die Gespräche würden vom chinesischen Handelsminister Wang Wentao und EU-Handelskommissar Valdis Dombrovskis geführt, erklärte das chinesische Ministerium. Wang sei zu einer Videokonferenz eingeladen worden.
In Luxemburg kommen die Außenministerinnen und Außenminister der 27 EU-Staaten zusammen. Im Vordergrund stehen der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine sowie der Nahost-Konflikt. Geplant ist laut EU-Rat ein Gedankenaustausch per Videokonferenz mit dem ukrainischen Außenminister Dmytro Kuleba über die Aggression Russlands.

Nahost
Nach Angaben des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu nähert sich die Phase schwerer Kämpfe Israels gegen die Hamas im Gazastreifen einem Ende. Das bedeute aber nicht ein Ende des Kriegs, sagte Netanjahu am Sonntag dem israelischen Sender Channel 14. Der Krieg ende erst, wenn die radikale Palästinensergruppe Hamas den Gazastreifen nicht mehr kontrolliere. Ein Ende der Phase schwerer Kämpfe im Gazastreifen werde Israel jedoch die Verlegung weiterer Teile der Streitkräfte an die Nordgrenze zum Libanon ermöglichen. Dort haben sich Israel und die vom Iran unterstützte Hisbollah-Miliz zuletzt häufiger gewaltsame Auseinandersetzungen geliefert.

USA
Um den technologischen und militärischen Aufstieg Chinas zu bremsen, wollen die USA bestimmte Investitionen in der Volksrepublik einschränken. Den als „zielgerichtet“ bezeichneten Plänen zufolge müssen US-Firmen Projekte rund um Künstliche Intelligenz (KI) und in einigen anderen Technologie-Bereichen künftig bei den Behörden anmelden. Diese könnten die Investition bei Bedarf verbieten.

Hugo Boss
Der Chef des Modekonzerns, Daniel Grieder, will Produktion aus Asien nach Europa zurückholen. „Unsere Strategie ist: Was in Amerika verkauft wird, soll in Amerika produziert werden. Was in Europa verkauft wird, in Europa. Das Verschicken der Ware von einem Kontinent zum anderen ist nicht mehr zeitgemäß“, sagte er der „Welt am Sonntag“. Grund seien die „geopolitischen Spannungen“.

SAP
Die hohe Bewerberzahl für ein Vorruhestands- und Abfindungsprogramm sorgt für Unruhe bei SAP. Das erfuhr das Handelsblatt aus Konzern- und Betriebsratskreisen. 5.300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben sich in Deutschland bereits für das Programm gemeldet, mit dem das Management auf freiwilliger Basis Stellen abbauen will. Nun wird klar: Nicht alle dürfen gehen. In einer Betriebsversammlung hatte das Management verkündet, dass zwar 99 Prozent der Bewerber für den Vorruhestand, aber nur 50 Prozent der Interessenten für das Freiwilligenprogramm den Konzern mit einer Abfindung verlassen dürfen, wie Teilnehmer berichten.

Dienstag4

Deutschland / Industrie
Am zweiten Tag der vom Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) in Berlin ausgerichteten Konferenz kommen prominente Redner aus Politik und Wirtschaft zu Wort. Auf der Rednerliste stehen unter anderem CDU-Chef Friedrich Merz, Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck und Bundesfinanzminister Christian Lindner. Überschattet wird die Veranstaltung durch die anhaltend trübe Stimmung in der deutschen Wirtschaft und der Sorge vor einem europäisch-chinesischen Handelskrieg. An Paneldiskussionen nehmen überdies Rheinmetall-Chef Armin Papperger und Thyssenkrupp-CEO Miguel Lopez teil.

Birkenstock
Gut acht Monate nach dem Börsengang von Birkenstock wirft der Großaktionär des Gesundheitssandalen-Herstellers ein erstes Aktienpaket auf den Markt. Die Investmentbanken Goldman Sachs und JPMorgan sollen 14 Millionen Birkenstock-Aktien bei institutionellen Investoren unterbringen, wie das Unternehmen mitteilte. Die Platzierung hat zum Schlusskurs an der New Yorker Börse ein Volumen von 837 Millionen Dollar. Die Birkenstock-Aktien, die im Oktober 2023 zu 46 Dollar ausgegeben worden waren, taten sich lange schwer. Am Montag schlossen sie mit 59,78 Dollar aber deutlich über dem damaligen Ausgabepreis.

Gazprombank
Im Berufungsprozess um vier ehemalige Mitarbeiter der Gazprombank und angebliche Vermögenswerte des russischen Präsidenten Wladimir Putin wird ein Urteil erwartet. Die vier Angeklagten der sich in Abwicklung befindlichen Schweizer Tochter des russischen Kreditinstituts fordern vom Obergericht die Aufhebung eines früheren Schuldspruchs. Im März 2023 war das Bezirksgericht Zürich zum Schluss gekommen, dass die Banker bei der Eröffnung und Führung von Konten für den in Moskau als „Putins Brieftasche“ bekannten Musiker Sergej Roldugin mangelnde Sorgfalt gezeigt hatten. Die Angeklagten hätten es unterlassen, genau genug zu prüfen, ob die Millionen bei dem Institut wirklich Roldugin gehörten.

Merck
hat zwei Studien für sein noch nicht zugelassenes Krebsmedikament Xevinapant abgebrochen. Eine Phase-III-Studie mit Xevinapant in Kombination mit platinbasierter Chemotherapie (CRT) an Patienten mit Kopf-Hals-Tumoren werde eingestellt, weil das primäre Ziel der Verlängerung des ereignisfreien Überlebens voraussichtlich nicht erreicht werde. Angesichts der Daten habe Merck auch entschieden, eine Phase-III-Studie mit Xevinapant in Kombination mit Strahlentherapie bei Patienten mit Kopf-Hals-Tumoren zu beenden. Merck hatte sich 2021 von der Schweizer Debiopharm Exklusivrechte an Xevinapant gesichert und dafür 188 Millionen Euro Vorauszahlung und bis zu 710 Millionen Euro mögliche weitere Zahlungen vereinbart.

EU–China: Zolldiskussion beeinflusst Automobilaktien
Peking deutete an, die Einfuhrzölle für großmotorige Autos von aktuell 15 Prozent zu senken, falls die Europäische Union (EU) auf die geplanten Zollerhöhungen für Elektrofahrzeuge verzichtet. Deutsche Automobilhersteller verkauften im vergangenen Jahr jedes dritte Personenfahrzeug nach China und machen knapp die Hälfte des STOXX 600 Automobiles & Parts aus. Auf der anderen Seite ist die EU für chinesische Hersteller von Elektrofahrzeugen mit 37 Prozent Marktanteil ebenfalls der wichtigste Exportmarkt. Die EU plant, mit den Zollanpassungen den chinesischen Subventionen entgegenzuwirken, die aus China stammende Elektroautos marktverzerrend günstig erscheinen lassen. Geplant sind Zollsätze zwischen 17 und 38 Prozent – zusätzlich zu den aktuell gültigen zehn Prozent. Verzichtet die EU auf höhere Zollsätze, könnte auch Peking seine Einfuhrzölle reduzieren. Das dürfte der europäischen Automobilbranche Rückenwind verleihen.

Mittwoch5

Australien
Der Gründer von WikiLeaks, Julian Assange, hat den Gerichtssaal auf der US-Pazifikinsel Saipan verlassen und sich auf den Weg in die australische Hauptstadt Canberra begeben. Nach seiner Freilassung verließ er den Saal am Mittwoch durch ein Gedränge von Fernsehkameras und Fotografen, ohne Fragen zu beantworten. Der für ihn gecharterte Privatjet wird voraussichtlich gegen 19.30 Uhr Ortszeit (11.30 Uhr deutsche Zeit) in Canberra landen. Die leitende US-Bezirksrichterin Ramona V. Manglona akzeptierte sein Schuldbekenntnis und entließ ihn, weil er die Zeit einer möglichen Haftstrafe von 62 Monaten bereits in einem britischen Hochsicherheitsgefängnis abgesessen hatte. „Sie werden diesen Gerichtssaal als freier Mann verlassen können“, sagte die Richterin. Demnach darf der 52-Jährige direkt im Anschluss an die Verhandlung nach Australien zurückkehren. Er räumte am Mittwoch während der dreistündigen Anhörung den Tatvorwurf der Verschwörung zur Beschaffung und Weitergabe von geheimen Dokumenten der US-Regierung ein und bekannte sich schuldig.

USA
Die Konsumstimmung in den USA hat sich im Juni eingetrübt. Das Barometer für die Verbraucherlaune sank auf 100,4 Punkte von abwärts revidiert 101,3 Zählern im Mai, wie das Institut Conference Board am Dienstag zu seiner Umfrage mitteilte. Von Reuters befragte Experten hatten einen Wert von 100 Punkten auf dem Radar. Mit Blick auf die kommenden zwölf Monate gingen die Inflationserwartungen der Verbraucher leicht zurück: Sie veranschlagen nun eine Teuerungsrate von 5,3 Prozent, im Mai hatten sie einen Wert von 5,4 Prozent erwartet.
Wenige Tage vor dem mit Spannung erwarteten ersten Fernsehduell zwischen Joe Biden und Donald Trump im Präsidentschaftswahlkampf zeigt eine neue Reuters/Ipsos-Umfrage ein gemischtes Bild. Der Republikaner Trump liegt der Studie zufolge in der Wählergunst bei der Wirtschaft mit 43 zu 37 Prozent vor dem Demokraten Biden. Die Befragten geben dies als das wichtigste Thema im Wahlkampf an. Beim zweitwichtigsten Thema, den Schutz der Demokratie, lag Biden dagegen mit 39 Prozent vor Trump mit 33 Prozent. Dieser punktete jedoch eindeutig bei der Einwanderung mit 44 zu 31 Prozent.
Die Bankenaufseher der Federal Reserve veröffentlichen die Ergebnisse ihres jährlichen Stresstests der US-Großbanken. Diesmal wurden 32 Institute dem turnusmäßigen Belastungscheck unterzogen, darunter die Wall-Street-Finanzriesen JP Morgan, Citigroup, Bank of America und Morgan Stanley. Analysten erwarten, dass alle Geldhäuser ein Kapital aufweisen werden, das über den regulatorischen Mindestanforderungen liegt. Angesichts der konjunkturellen Unsicherheiten und der Ungewissheit über die künftige Bankenregulierung wird erwartet, dass die Geldhäuser bei Aktienrückkäufen und Dividenden eher vorsichtig agieren wollen.

Compugroup
Die Medizintechnikfirma kauft in Norwegen hinzu. CompuGroup Medical übernimmt nach eigenen Angaben das Softwareunternehmen Pridok. Der 2013 gegründete Anbieter im Bereich E-Health entwickelt und vertreibt das Arztinformationssystem „Pridok EPJ“ für Norwegen. Der anfängliche Kaufpreis für 100 Prozent der Anteile belaufe sich auf rund 35,7 Millionen Euro.

Deutsche Bahn
Die Bahn plant offenbar, ihr Angebot an Intercity-Zügen im kommenden Jahr bundesweit zu reduzieren. Das geht aus einem vertraulichen Schreiben des Konzerns an die Bundesnetzagentur hervor, über dessen Inhalt der Spiegel unterrichtet wurde. Demnach sollen in zahlreichen Städten dann keine Fernverkehrszüge mehr halten. Besonders betroffen sollen Orte in Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen sowie Mecklenburg-Vorpommern sein.

Fedex
Der Konzern sagt für das laufende Geschäftsjahr 2025 dank eines Sparprogramms einen Jahresgewinn über den Expertenerwartungen voraus. Der Deutsche-PostDPWGn.DE-Rivale gab am Dienstag nach US-Börsenschluss an, im vorherigen Geschäftsjahr bis Mai 2024 fast 1,8 Milliarden Dollar an strukturellen Kosten eingespart zu haben. Bis zum Ende des Geschäftsjahres 2025 dürften es weitere 2,2 Milliarden Dollar sein. Der Paketzusteller erwartet entsprechend für 2025 einen Gewinn pro Aktie von 20 bis 22 Dollar. Der Mittelwert liegt etwas über der Analystenschätzung von 20,92 Dollar.

Volkswagen
Der Konzern sucht bei der Entwicklung der nächsten Generation von Auto-Software Hilfe beim angeschlagenen US-Elektrofahrzeugbauer Rivian und nimmt dafür bis zu 5 Mrd. USD in die Hand. Der Wolfsburger Autobauer und Rivian wollen dazu ein Gemeinschaftsunternehmen gründen, das beiden zu gleichen Teilen gehört. Ziel der Partnerschaft sei es, die Software-Pläne von Volkswagen zu beschleunigen, teilte das Unternehmen am Dienstagabend mit. Künftig solle die Entwicklung für das Software Defined Vehicle in dem neuen Joint Venture mit Rivian gebündelt werden, sagte ein VW-Sprecher. Damit liegt das Projekt nicht mehr alleine in der Hand der Software-Tochter Cariad, die zuletzt eher mit Verspätungen auf sich aufmerksam machte und umgebaut wird.

Donnerstag
6

Bolivien
In Bolivien ist der Anführer des gescheiterten Putschversuches gegen die Regierung, General Juan Jose Zuniga, von den bolivianischen Behörden verhaftet worden. Zuniga war erst kürzlich aus seinem Amt als Befehlshaber des Militärs enthoben worden. Militäreinheiten hatten sich unter seiner Führung am Mittwochabend mit gepanzerten Fahrzeugen auf der zentralen Plaza Murillo in La Paz versammelt, auf der sich der Präsidentenpalast und der Kongress befinden. Nach Angaben von Augenzeugen sollen sie eine Tür des Präsidentenpalastes gerammt haben. Danach sollen mehrere Soldaten in das Gebäude gestürmt sein. Im Präsidentenpalast wurde gerade der neue Militärbefehlshaber, José Wilson Sánchez, vereidigt. Er rief zur Wiederherstellung von Ruhe und Ordnung auf. Nach Angaben von Augenzeugen sind die Militärs Sánchez´ Aufforderung offenbar gefolgt. Sie zogen sich zurück und die Polizei übernahm wieder die Kontrolle über den Platz. Präsident Luis Arce verurteilte das Vorgehen des ehemaligen Generals und der Militäreinheiten und bat umgehend um internationale Unterstützung.

US-GDP
Die endgültigen Daten zum Bruttoinlandsprodukt der USA im ersten Quartal stehen an. Vorläufigen Zahlen des Handelsministeriums zufolge legte das BIP von Januar bis März um aufs Jahr hochgerechnet 1,3 Prozent zu. Damit kühlte sich der Konjunkturmotor deutlich ab. Ende 2023 hatte es noch einen Zuwachs von annualisiert 3,4 Prozent gegeben.

Bayer
will im Pharmageschäft in diesem Jahr weitere Manager entlassen. Im Zuge des Konzernumbaus seien Kürzungen in Deutschland, Japan, Großbritannien, Belgien und den Niederlanden geplant, sagte der für das operative Geschäft der Sparte zuständige Vorstand Sebastian Guth der Agentur Reuters. Das Unternehmen habe im Pharmageschäft bereits rund 40 Prozent seiner Führungspositionen in den USA gestrichen und auch in Kanada, Mexiko, Italien, Australien und den nordischen Ländern Kürzungen vorgenommen. Guth bezifferte nicht, wie viele Stellen das Unternehmen in diesen Ländern genau gestrichen hat, merkte aber an, dass „40 Prozent in etwa die Spanne ist, die wir normalerweise sehen – manche liegen etwas darunter und manche etwas darüber“.

Birkenstock
Gut acht Monate nach dem Börsengang von Birkenstock hat der Gesundheitssandalen-Hersteller am frühen Donnerstagmorgen den Preis für ein zweites öffentliches Angebot von 14 Millionen Stammaktien auf 54 Dollar pro Aktie festgesetzt. Dies entspricht einem Gesamtvolumen von 756 Millionen Dollar. Wie Birkenstock weiter mitteilte, wird das mit dem US-Finanzinvestor Catterton verbundene Unternehmen BK LC Lux MidCo als veräußernder Aktionär für die Stammaktien von Birkenstock eingesetzt. Die Investmentbanken Goldman Sachs und JPMorgan sollen die 14 Millionen Birkenstock-Aktien bei institutionellen Investoren unterbringen. Eine Registrierungserklärung ist Birkenstock zufolge in Bezug auf das Angebot bereits bei der Wertpapier- und Börsenaufsichtsbehörde der USA (SEC) eingereicht und am 26. Juni 2024 für wirksam erklärt worden. Der Abschluss des Angebots werde voraussichtlich am 28. Juni 2024 erfolgen, so das Unternehmen.

Tech: Boom oder Blase
Die starke Hausse bei US-Technologietiteln weckt bei vielen Anlegern Erinnerungen an die Dotcom-Blase der Jahrtausendwende. Einige argumentieren sogar, dass sich bereits eine neue Blase gebildet hat. Wir würde noch nicht so weit gehen: Die Bewertungen der größten Technologieunternehmen sind derzeit hoch, liegen jedoch deutlich niedriger als in der Dotcom-Blase. Die sieben größten Tech-Werte werden derzeit mit einem durchschnittlichen Kurs-Gewinn-Verhältnis für die erwarteten Gewinne der kommenden 24 Monate von 29 gehandelt – seinerzeit wurden die damals wertvollsten Konzerne mit über 60 bewertet. Gleichzeitig sind die Unternehmen heute deutlich profitabler: In den vergangenen drei Jahren haben sie ihre Gewinne und Umsätze um durchschnittlich 39 beziehungsweise 24 Prozent pro Jahr gesteigert. Entsprechend können wir derzeit noch nicht das gleiche Maß an Spekulation im Markt erkennen, das in der Dotcom-Blase vorherrschte.

Schwellenländer: Indien bevorzugt
Der MSCI Indien stieg seit Anfang 2020 – dem Beginnder Corona-Pandemie – in Euro und inklusive Dividenden um etwa 100 Prozent – der MSCI China gab um 20 Prozent nach. Beide Länder wachsen stark, jedoch schlägt sich dies in Indien deutlicher an den Aktienmärkten nieder. Die Marktkapitalisierung der dortigen Unternehmen ist im Verhältnis zur Wirtschaftsleistung im oben genannten Zeitraum von 80 auf über 105 Prozent gestiegen, während sie in China bei etwa 50 Prozent verharrte. Die Anzahl der Unternehmen mit einer Marktkapitalisierung über zehn Milliarden US-Dollar hat sich in dieser Zeit in Indien etwa verdreifacht, während sie in China nahezu stagniert ist. Dabei weisen diese Unternehmen in Indien eine mittlere Eigenkapitalrentabilität von 17 Prozent auf, während es in China fünf Prozentpunkte weniger sind. Indien scheint China als Lieblingsschwellenmarkt der Anleger abgelöst zu haben. Schreibt sich der aktuelle Trend fort, könnte das Land in einigen Jahren China als größten Schwellenländermarkt im MSCI Emerging Markets Index ablösen.

Freitag7


Frankreich: Parlamentswahl geht in die erste Runde
Am Sonntag steht in Frankreich der erste von zwei Wahlgängen der Parlamentsneuwahlen an. Die euroskeptische Partei „Rassemblement National“ (RN) von Marine Le Pen führt aktuell in den Umfragen mit über einem Drittel der Stimmen, gefolgt von dem linksgrünen Bündnis „Nouveau Front populaire“ (NFP). Entsprechend erscheint es nicht unwahrscheinlich, dass Präsident Emmanuel Macrons Parteibündnis „Ensemble pour la majorité présidentielle“ – die bis dato größte Fraktion der Nationalversammlung – die Mehrheitsposition verlieren wird. Marktanalysten befürchten, dass eine Regierung weit abseits der politischen Mitte nicht die notwendige Haushaltsdisziplin aufbringen könnte, um das Defizit zu verringern: Dieses war 2023 mit 5,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts bereits fast doppelt so hoch, wie es die europäische Fiskalregel von drei Prozent erlaubt. Vor zwei Wochen erreichte der Renditeabstand zwischen französischen und deutschen zehnjährigen Staatsanleihen mit 0,83 Prozent das höchste Niveau seit dem Höhepunkt der Eurokrise im Jahr 2012; Kurse französischer Banken und der Leitindex CAC 40 brachen ein.


USA
Gut vier Monate vor der US-Präsidentschaftswahl haben sich Amtsinhaber Joe Biden und sein Herausforderer Donald Trump in einem ersten TV-Duell einen hitzigen Schlagabtausch geliefert. Der heiser klingende Biden geriet in der auf 90 Minuten angelegten Debatte mehrfach ins Stocken, musste sich einige Male selbst korrigieren und wirkte vor allem zu Beginn bisweilen deutlich zaghafter als sein Rivale. Trump nutzte den Auftritt vor einem Millionenpublikum an den Fernsehschirmen zur besten US-Sendezeit am Donnerstagabend, um seinem Kontrahenten vorzuwerfen, die USA zugrunde zu richten. Bidens schwache Führung sei Schuld daran, dass in der Ukraine und im Gazastreifen Kriege herrschten. Beide Kandidaten überzogen sich mit Beleidigungen und bezichtigten sich gegenseitig, Lügner und Kriminelle sowie der jeweils schlechteste Präsident aller Zeiten gewesen zu sein. An einer Stelle wetteiferten Trump und Biden darum, wer der bessere Golfspieler sei.

EU
Die 27 EU-Staats- und Regierungschefs haben sich für eine zweite Amtszeit von Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen ausgesprochen. Das gab der amtierende Präsident des Europäischen Rates, Charles Michel, am Freitag auf den sozialen Medien bekannt. Auf dem Gipfel in Brüssel wählten die EU-Chefs auch den Portugiesen Antonio Costa zum neuen EU-Ratspräsidenten und die Estin Kaja Kallas zur neuen EU-Außenbeauftragten. Diplomaten zufolge enthielt sich die italienische Ministerpräsidentin Giorgia Meloni bei der Abstimmung über von der Leyen und stimmte gegen Costa und Kallas. Die Nominierung von der Leyens muss noch die Zustimmung des Europäischen Parlaments in einer geheimen Abstimmung erhalten. Dort gilt eine Mehrheit für die CDU-Politikerin allerdings noch nicht als gesichert. Die 27 EU-Staats- und Regierungschefs setzen heute ihr Gipfeltreffen in Brüssel fort.

Deutsche Bank
Zehn große Banken haben sich auf eine Zahlung von 46 Millionen Dollar zur Beilegung einer langjährigen Kartellrechtsklage in den USA geeinigt. Ihnen wird vorgeworfen, den mittlerweile 465,9 Billionen Dollar schweren Markt für Zinsswaps manipuliert zu haben. Zu den Banken gehören die Deutsche Bank, Bank of America, Goldman Sachs, JPMorgan Chase, Barclays, BNP Paribas, Citigroup, Morgan Stanley, NatWest und UBS. Die Anwälte der Investoren reichten am Donnerstag (Ortszeit) vor einem Bundesgericht in Manhattan einen vorläufigen Vergleich zur Beendigung des acht Jahre alten landesweiten Verfahrens ein. Die Einigung bedarf noch der Zustimmung durch den US-Bundesbezirksrichter Paul Oetken. Alle Banken haben jegliches Fehlverhalten bestritten.

Deutsche Telekom
Der Aufsichtsrat der Telekom hat einem Medienbericht zufolge mit der Suche nach einem Nachfolger für Vorstandschef Timotheus Höttges begonnen. Die Kontrolleure hätten Headhunter damit beauftragt, geeignete Kandidaten zu identifizieren, berichtet das „Handelsblatt“. Dabei komme sowohl eine interne als auch eine externe Lösung infrage. Dem Bericht zufolge soll aber in diesem Jahr keine finale Entscheidung fallen. Es gehe zunächst darum, eine Liste mit favorisierten sowie alternativen Kandidaten zu erstellen. Höttges Fünfjahresvertrag läuft bis Ende 2026.

Nike
Der US-Sportartikelriese macht sich auf einen Umsatzeinbruch gefasst. Im laufenden ersten Quartal 2024/25 werde das Geschäft um etwa zehn Prozent schrumpfen, für das Gesamtjahr 2024/25 (per Ende Mai) rechnet Finanzvorstand Matt Friend noch mit einem mittleren einstelligen Umsatzminus. „Der Gegenwind wird sich im laufenden Jahr stärker auswirken“, sagte Friend in einer Analystenkonferenz. Dabei ist das Sportjahr 2024 geprägt von Großereignissen wie den Fußball-Europa- und Südamerika-Meisterschaften und den Olympischen Spielen in Paris.

Microsoft
Russische Hacker haben Anfang des Jahres laut Microsoft auch E-Mails von Kunden heruntergeladen. „In dieser Woche setzen wir die Benachrichtigungen an Kunden fort, die mit Microsoft-Firmen-E-Mail-Konten korrespondiert haben, die vom Bedrohungsakteur Midnight Blizzard exportiert wurden“, sagte ein Sprecher von Microsoft in einer per E-Mail versendeten Erklärung. Microsoft teilte weiterhin mit, dass es die kompromittierten E-Mails auch mit seinen Kunden teile, machte jedoch keine Angaben darüber, wie viele Kunden betroffen waren oder wie viele E-Mails möglicherweise gestohlen wurden.

Märkte auf einen Blick

Kapitalmärkte

 

MärkteAktueller IndexstandVeränderung Vorwoche
DAX18.260,750,54 %
EuroStoxx504.897,54– 0,24 %
Dow Jones39.164,060,04 %
S&P5005.502,200,67 %
NASDAQ10019.789,030,45 %
Nikkei39.637,973,02 %
Hang Seng17.770,10– 0,91 %
MSCI World3.529,930,55 %

Rohstoffe

RohstoffBewertungVeränderung Vorwoche
Gold2.334,12 $/oz.0,54 %
Silber29,32 $/oz.– 0,68 %
Brent (Öl)86,45 $/bbl.1,50 %

Zinsen

 

GeldmarktZins p. a.
EZB Einlagensatz3,75 %
3-M-Euribor3,68 %
FED-Leitzins5,50 %
Tagesgeldsatz Japan0,08 %
Tagesgeldsatz UK5,20 %
RentenmarktRendite p. a.
5J Bund2,45 %
10J Bund2,43 %
10J US-Treasury4,32 %
10J JGB (Japan)1,01 %
10J Gilts (UK)4,13 %

Währung

Für einen Euro erhalten Sie aktuell 1,0682 USD.

Kapitalmarktkommentar7

Deutschland – Knappes Plus – Zurückzahlung vor US-Preisdaten 

Vor wichtigen Preisdaten hat der Dax am Donnerstag nur bescheidene Gewinne erzielt. Zum Handelsende notierte der deutsche Leitindex 0,30 Prozent im Plus bei 18 210,55 Punkten. Damit blieb er locker innerhalb der Spanne der vergangenen zwei Tage – vor allem zur Wochenmitte waren die Kursschwankungen deutlicher ausgefallen. Der MDax der mittelgroßen Börsenunternehmen schloss am Donnerstag 0,15 Prozent fester mit 25 373,89 Zählern.
Unter den Einzeltiteln im Dax stiegen Henkel -Aktien um 1 Prozent. Händler verwiesen auf den US-Konsumgüterhersteller HB Fuller, der sich am Vorabend etwas optimistischer als bisher zum erwarteten Jahresgewinn geäußert hatte. Eine Kaufempfehlung der Deutschen Bank für die Aktien von TAG Immobilienverhalf dem Kurs zu einem Plus von 3 Prozent. Sie lagen damit an der Spitze des MDax. LEG Immobilien gewannen 1,7 Prozent, ebenfalls angetrieben von einem Kaufvotum der Deutschen Bank. Analyst Thomas Rothäusler argumentierte, der Zinssenkungszyklus helle die Stimmung im Sektor weiter auf. Nicht als Kursbelastung für deutsche Aktien mit Halbleiterbezug erwies sich ein starker Rücksetzer der Papiere von Micron Technology am Vorabend. Gewinnmitnahmen nach Quartalszahlen hatten den Kurs des Chip-Schwergewichts nachbörslich in New York um 8 Prozent absacken lassen. Infineon, Aixtron und Süss Microtec zeigten sich davon jedoch unbeeindruckt sämtlich im Plus.

USA – Wenig Bewegung – Warten auf Fernsehdebatte 

Am US-Aktienmarkt haben die Anleger am Donnerstag erneut die Füße still gehalten. Die wichtigsten Indizes bewegten sich wie schon zur Wochenmitte nur wenig. An der Wall Street war vor kurz vor zwei wichtigen Ereignissen Vorsicht zu spüren. Am Freitag dann werden wichtige Inflationsdaten veröffentlicht. Der Leitindex Dow Jones Industrial legte um 0,09 Prozent auf 39 164,06 Punkte zu. Für den marktbreiten S&P 500 ging es um ebenfalls 0,09 Prozent auf 5482,87 Punkte nach oben. Der von Tech-Aktien dominierte Nasdaq 100 stand 0,19 Prozent im Plus bei 19 789,03 Punkten. Am Freitag dürfte  der Preisindex PCEAufmerksamkeit auf sich ziehen. Er ist das relevante Inflationsmaß der Notenbank Fed. Aktuell verweisen viele Notenbanker aus der Federal Reserve auf die zähe Teuerung und die damit verbundene Notwendigkeit, geldpolitisch vorsichtig zu agieren.
In diesem Umfeld gelang es den A- und C-Aktien der Google-Mutter Alphabetsowie den Papieren des Softwarekonzerns Microsoft und des Online-Händlers Amazon, weitere Höchststände zu erklimmen. Die Papiere des aktuell viel beachteten Chip-Riesen Nvidia aber fielen um knapp zwei Prozent. Sie waren zuletzt durch deutliche Schwankungen nach der jüngsten Rekordjagd aufgefallen. Das Unternehmen gilt als Gradmesser für die Frage, welche Bedeutung das Boom-Thema Künstliche Intelligenz tatsächlich für die Technologiebranche hat. Als klares Schlusslicht im S&P 500 brachen die Aktien von Walgreens BootsAlliance um mehr als 22 Prozent ein. Die Apothekenkette hatte einen enttäuschenden Zwischenbericht vorgelegt und zudem den Gewinnausblick für das laufende Quartal gesenkt. Beim Verpackungshersteller International Papersorgte eine jähe Abkühlung der Übernahmehoffnungen für ein Minus von gut sieben Prozent. Dies bedeutete den vorletzten Platz im S&P 500. Der brasilianische Branchenkollege Suzano hatte seine Kaufpläne aufgegeben, da International Paper diese zurückwiesen hatte und seinerseits die Übernahme des britischen Unternehmens DS Smith anstrebt. Dessen Anteilscheine schlossen in London fast 16 Prozent im Plus. Mit einem Minus von mehr als sieben Prozent gehörten auch die zuletzt gut gelaufenen Micron-Aktien zu den größten Verlierern im S&P 500. Geschäftszahlen und der Ausblick des Halbleiterherstellers hatten die hohen Anlegererwartungen enttäuscht. Die Anteilseigner von Levi Strauss mussten einen Kursrutsch von 15,4 Prozent verkraften. Der Jeanshersteller hatte ebenfalls schwache Quartalszahlen präsentiert.

Asien – Aufwärts

Aufwärts geht es im Handelverlauf am Freitag an den Aktienmärkten in Ostasien.Die Gewinne reichen von 0,3 Prozent in Seoul bis 1,0 Prozent in Schanghai.Tokio legt um 0,7 Prozent zu auf 39.633 Punkte. In Sydney steigt das Börsenbarometer um 0,4 Prozent. Leichte Unterstützung kommt von der Wall Street. Dort waren die Indizes durchweg leicht gestiegen, am Anleihemarkt waren die Renditen gesunken, nachdem neue Daten zum privaten US-Verbrauch enttäuscht hatten. Im Blick hätten die Märkte nun als potenziellen Impulsgeber den im Tagesverlauf in den USA anstehenden Preisindex der persönlichen Ausgaben für Mai. Er gilt als wichtiges Preismaß für die US-Notenbank zur Bestimmung der Zinsentwicklung. In Tokio führen Marktteilnehmer weiter den neue 37-Jahrestiefs auslotenden Yen als Unterstützungsfaktor für den Aktienmarkt an. Er ist zum einen günstig für die Exportunternehmen des Landes, zum anderen für im Ausland erzielte und in Yen transferierte Unternehmensgewinne. Der Dollar kostet knapp über 161 Yen, womit sich der Yen auf seinem Mehrjahrestief nochmals verbilligt hat gegenüber der gleichen Vortageszeit. Positiv wirkt dazu, dass die japanische Industrieproduktion im Mai stärker gestiegen ist als erwartet. Neue Preisdaten spielen dagegen keine erkennbare Rolle. Im Juni stiegen die Verbraucherpreise in der Kernrate in Tokio um 2,1 Prozent, einen Tick stärker als mit 2,0 Prozent geschätzt. Der Spekulation am Markt, dass die Notenbank früher oder später die Zinsen anheben dürfte, stehen die Daten nicht im Weg.
Unter den Einzelwerten sacken in Hongkong Sino-Ocean Group um 8 Prozent ab und Sino-Ocean Services um 4,2 Prozent. Auslöer ist, dass gegen letztere ein Antrag auf Zahlungsunfähigkeit gestellt wurde nach der Nichtrückzahlung garantierter Anleihen. In Sydney zeigen sich ANZ wenig bewegt davon, dass der australische Finanzminister die 6,4 Milliarden Austral-Dollar teure Übernahme des Bankgeschäfts von Suncorp genehmigt hat. Für Suncorp geht es dagegen um über 3 Prozent nach oben.

Wir wünschen einen schönen Sonntag.

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Wichtiger Hinweise: Das FIMILIA Marktreporting (nachfolgende auch nur Marktreporting genannt) ist eine unverbindliche Marketingmitteilung der Finanzboutique Maximilian GmbH, die sich ausschließlich an in Deutschland ansässige Empfänger richtet. Er stellt weder eine konkrete Anlageempfehlung dar, noch kommt durch seine Ausgabe oder Entgegennahme ein Auskunfts- oder Beratungsvertrag gleich welcher Art zwischen der Finanzboutique Maximilian GmbH und dem jeweiligen Empfänger zustande.Die im Marktreporting wiedergegebenen Informationen stammen aus Quellen, die wir für zuverlässig halten, für deren Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität wir jedoch keine Gewähr oder Haftung übernehmen können. Soweit auf Basis solcher Informationen im Marktreporting Einschätzungen, Statements, Meinungen und/oder Prognosen abgegeben werden, handelt es sich jeweils lediglich um die persönliche und unverbindliche Auffassung der Verfasser des Marktgreportings, die im Marktreporting als Ansprechpartner benannt werden.Die im Marktreporting genannten Kennzahlen und Entwicklungen der Vergangenheit sind keine verlässlichen Indikatoren für zukünftige Entwicklungen, so dass sich insbesondere darauf gestützte Prognosen im Nachhinein als unzutreffend erweisen können. Das Marketingsreporting kann zudem naturgemäß die individuellen Anlagemöglichkeiten, -strategien und -ziele seiner Empfänger nicht berücksichtigen und enthält dementsprechend keine Aussagen darüber, wie sein Inhalt in Bezug auf die persönliche Situation des jeweiligen Empfängers zu würdigen ist. Soweit im Marketingreport Angaben zu oder in Fremdwährungen gemacht werden, ist bei der Würdigung solcher Angaben durch den Empfänger zudem stets auch das Wechselkursrisiko zu beachten. Die Finanzboutique Maximilian GmbH bietet Ihnen als vertraglich gebundener Vermittler gemäß § 3 Abs. 2 WpIG für Rechnung und unter der Haftung der Innovative Investment Solutions GmbH, Wilhelminenstraße 13, 64283 Darmstadt) die Anlageberatung und die Anlagevermittlung (§ 2 Abs. 2 Nrn. 3 und 4 WpIG) von Finanzinstrumenten im Sinne des § 2 Abs. 5 WpIG an. Die Innovative Investment Solutions GmbH ist ein Wertpapierinstitut und verfügt über die erforderlichen Erlaubnisse der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin). Weitere Informationen finden Sie in unserem Impressum.     Quellenangaben:
1https://stock3.com/ – Daten abgerufen am 28.06.2024 – 14:00 Uhr
2LBBW Markets – das Researchportal der Landesbank Baden-Württemberg Daten abgerufen am 28.06.2024 – 14:00 Uhr
3Aktienmarktbericht, Hauck Aufhäuser Lampe und Perspektive am Morgen der dt. Bank, jeweils vom 24.06.2024
4Aktienmarktbericht, Hauck Aufhäuser Lampe und Perspektive am Morgen der dt. Bank, jeweils vom 25.06.2024
5Aktienmarktbericht, Hauck Aufhäuser Lampe und Perspektive am Morgen der dt. Bank, jeweils vom 26.06.2024
6Aktienmarktbericht, Hauck Aufhäuser Lampe und Perspektive am Morgen der dt. Bank, jeweils vom 27.06.2024
7Aktienmarktbericht, Hauck Aufhäuser Lampe und Perspektive am Morgen der dt. Bank, jeweils vom 28.06.2024

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